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rustikales, glutenfreies Mischbrot

In der Küche duftet es nach frischem Brot. Der Geruch von frischem Brot ist etwas tolles. Jedes Mal wenn ich ein glutenfreies Brot backe, freue ich mich auf den Moment, in dem das Brot den Ofen verlässt. Ich öffne die Tür, der Dampf entweicht und in der Küche verbreitet sich der Duft vom frischen Brot. Meine Hände, geschützt vor der Hitze, heben das Brot vom Pizzastein und legen es auf ein Abkühlgitter. Mein Ohr wandert Richtung Brot und umso dichter ich es halte, desto lauter höre ich es knistern. Ein schöner Moment. Ein Moment, der es mir wert ist, die Zeit, Arbeit und das Geld zu investieren, meine Brote selbst zu backen anstatt sie zu kaufen. Die Freude und Wertschätzung ist eine ganz andere gegenüber gekauftem Brot.

glutenfreies Mischbrot

Der Weg zum selbst gebackenem Brot ist jedoch nicht so einfach. Rezepte, Tipps und Tricks für glutenhaltige Brote gibt es wie Sand am Meer. Schaut man sich jedoch nach guten, glutenfreien Rezepten um, sieht es schon ganz anders aus. Zum Glück gibt es immer mehr Leute, die sich glutenfrei ernähren oder damit befassen und ihr Wissen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Nachdem mein glutenfreies Süßkartoffel-Kokosnussmilch-Brot schon sehr appetitlich war, möchte ich euch heute mein neustes Rezept, ein glutenfreies Mischbrot, präsentieren. Geschmacklich, als auch optisch, ein rustikales Brot. Dieses glutenfreie Brot darf sich mit Recht Brot nennen. Einzig allein die Porung im Inneren des Brotes verrät, dass hier etwas nicht „normal“ ist (Daran arbeite ich noch). Ansonsten sollte es nicht von einem glutenhaltigen Brot zu unterscheiden sein.

glutenfreies Mischbrot

Zutaten:

  • 350g helles, glutenfreies Mehl (hier Schär Brot Mix hell)
  • 45g Kichererbsenmehl
  • 45g Buchweizenmehl
  • 5g Xanthan
  • 5g Flohsamenschalen
  • 20g Sonnenblumenkerne
  • 20g Chiasamen
  • 20g Leinsamen
  • Eine Prise Salz
  • 360g Wasser
  • 1 Packung Trockenhefe
Benötigte Utensilien

Damit ein glutenfreies Mischbrot erfolgreich gelingt, empfehle ich dir den Artikel „Tipps & Tricks“ zu lesen und die dort empfohlenen Utensilien zu benutzen.

Zubereitung

1. Alle trockenen Zutaten, bis auf die Flohsamenschalen, abwiegen und in einer großen Schüssel miteinander verrühren.
2. 360g Wasser abwiegen.
3. Den Ofen auf 50° vorheizen. Am besten mit einem Thermometer überwachen.
4. Die 5g Flohsamenschalen mit etwas Wasser (von den 360g) in einer kleinen Schüssel für 3-4 Minuten quellen lassen.
5. Die gequollenen Flohsamenschalen zu der Mehlmischung geben.
6. Wasser hinzugeben.
7. Wenn das komplette Wasser aufgenommen wurde, für weitere 5 Minuten kneten lassen.

Variante A

Das Brot kann jetzt mit einem Silikonschaber aus der Schüssel geholt werden. Auf einer bemehlten (Holz)Platte den Teig kurz in Form bringen (ohne Kneten) und in einen Gärkorb legen. Dort für 60 Minuten, abgedeckt im Ofen (45-50°), gehen lassen.
Nach den 60 Minuten sollte sich der Teig verdoppelt haben. Das Brot abgedeckt lassen und aus dem Ofen holen. Ofen auf 250° vorheizen und bei erreichen der max. Temperatur, das Brot vom Gärkorb auf ein Blech geben und in den Ofen schieben. Die Lavasteine oder die Ofenwände mit 30-40ml Wasser bespritzen. Tür schnell schließen (Achtung Verbrühungsgefahr)

Variante B

Den Teig für 30 Minuten, in der Schüssel abgedeckt im Ofen (45-50°), gehen lassen. Danach die Schüssel aus dem Ofen holen und den Teig auf einer (Holz)Platte mit Mehl bestäuben und rundwirken. (Klappt mit glutenfreiem Teig, bei mir, nicht ganz so gut wie im Video).
Den rundgewirkten Teig nun in den Gärkorb legen, und für weitere 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen (mind. 30°, ansonsten dauert es 60-90 Minuten).
In der Zwischenzeit den Pizza- und die Lavasteine im Ofen auf max. Temperatur aufheizen. Nach der abgelaufenen Zeit, das Brot vorsichtig auf den Stein kippen und mit einer Spritze, Wasser auf die Lavasteine schießen (Achtung Verbrühungsgefahr).

glutenfreies MischbrotErklärung:
Nach mehrmaligem Backen habe ich festgestellt, dass es für das Endergebnis keinen geschmacklichen Unterschied ergibt, ob man das Brot rundwirkt oder nicht. Einzig allein die Optik ist am Ende eine andere. Das rundgewirkte Brot sieht schön glatt aus. Das aus der  Variante A hingegen sieht „handgemacht“ aus. Es hat Ecken und Kanten, ist nicht wirklich perfekt geformt. Mir persönlich gefällt es besser als das Glatte. Gerade zu einem rustikalem Brot passt diese Optik besser. Aber das ist Geschmackssache. Beide Brote sind im Ofen durch den Ofentrieb etwas aufgegangen.

9. Das Brot für 10 Minuten auf max. Temperatur backen. Anschließend 50 Minuten bei 200°.
10. Zum Schluss, die Ofentür öffnen (Achtung, entweichender Dampf!) und für 5 Minuten bei 200° mit leicht geöffneter Tür im Ofen belassen.
11. Das Brot aus dem Ofen holen und zum Abkühlen auf ein Gitter o.ä. legen. Erst anschneiden, wenn das Brot abgekühlt ist.

glutenfreies Mischbrot

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